Methoden & Tools

Gute Methoden und hilfreiche Tools bilden eine wichtige Grundlage für nutzerzentriertes Arbeiten. Die hier gebündelten Ansätze sollen Orientierung geben, Inspiration schaffen und den Zugang zur Praxis erleichtern.

  • Der umfassende nuzterzentrierte Prozess der Hochschule Luzern

    Holistic Design: Design-Prozess

    Aufbau

    Nachfolgend sind die einzelnen Teilschritte sowie deren Ziele kurz umschrieben. Weiterführende Informationen sind innerhalb der jeweiligen Prozessschritte ersichtlich:

    • Planung: Dieser Teilschritt dient der Planung Ihres Design-Projekts. Dabei geht es um die Teambildung, interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie die Definition der Projektparameter.

    • Forschung: Dieser Teilschritt dreht sich um die umfangreiche Erhebung von Nutzer-Daten. Ziel davon ist, mittels verschiedener Methoden die Aufgabe, den Kontext, die potenziellen Nutzer sowie deren Wünsche und Bedürfnisse zu verstehen. Die erhobenen Daten sind schliesslich in entsprechende Anforderungen zu transferieren.

    • Definition: In diesem Teilschritt gilt es, die Anforderungen anhand diverser Artefakte näher zu definieren.

    • Design: In diesem Teilschritt werden die gesammelten Anforderungen in ein Design umgesetzt.

    • Validation: In diesem Teilschritt wird das Design sowie die Umsetzung der verschiedenen Anforderungen validiert.

    • Finalisierung: In diesem Teilschritt können Sie Ihr Design-Projekt abschliessen.

    Iterationen

    Der Design-Prozess ist auf iteratives Vorgehen ausgelegt. Nach der Validation haben Sie die Möglichkeit, zurück zu der Forschung, der Definition oder dem Design zu springen. Somit sind Sie flexibel in der Umsetzung. Generell ist empfohlen den Prozess möglichst iterativ durchzuführen, und konstant die User in den Prozess zu involvieren.

  • Finden Sie die passenden UX-Methoden für Ihr Projekt

    Holistic Design: Empfehlungs-System

  • Der umfassende nutzerzentrierte Prozess der Hochschule Luzern

    Holistic Design: Interdisziplinäre Zusammenarbeit

    Grundlage Zusammenarbeit

    Dieser Abschnitt zeigt auf, wie Designer mit dem Holistic Design-Prozess gemeinsam mit Entwicklern arbeiten können. Berücksichtigt wird dabei die Integration in lineare, agile oder hybride Vorgehensweisen. Vorgehensweisen von Software-Entwicklungs-Teams sind oftmals sehr individuell. Daher behandelt dieser Abschnitt die Anwendung von Holistic Design anhand Vorgehensweisen der Software-Entwicklung lediglich beispielhaft. Die Beschreibungen der verschiedenen Vorgehensweisen (linear, agil, hybrid) sind somit nicht verbindlich, sondern zeigen auf, wie eine mögliche Umsetzung aussehen könnte. Holistic Design ist aufgrund des iterativen Aufbaus sehr flexibel gestaltet und lässt sich einfach mit anderen oder spezifischeren Software-Entwicklungs-Methoden (beispielsweise Scrum) verbinden.

    Nachfolgend sind die verschiedenen Vorgehensweisen zur Vertiefung aufgelistet.

  • Der umfassende nutzerzentrierte Prozess der Hochschule Luzern

    Holistic Design: Eine Erweiterung des Standards ISO 9241-210


    Ausgangslage und Problemstellung

    Im Bereich der Mensch-Maschine-Interaktion existieren verschiedene Vorgehensweisen und Methodiken für die Durchführung von erfolgreichen Design-Projekten. Ein etablierter Standard ist dabei die Norm ISO 9241-210. Kritikpunkte an dieser Norm sind beispielsweise, dass sie schwach konkretisiert ist, im reduzierten Umfang konkrete Methodiken vorschlägt und den Aspekt von interdisizplinärem Arbeiten vernachlässigt. Dies erschwert die Design-Arbeit. Aus dieser Problemstellung erfolgte die Aufgabenstellung für die Optimierung, Konkretisierung beziehungsweise Erweiterung dieser Norm.
    Für die Ermittlung von Optmierungsmöglichkeiten erfolgte eine umfassende Literaturrecherche sowie Interviews mit Experten auf dem Gebiet. Daraus resultierten unter anderem folgende Erkenntnisse:

    • Design-Prozesse sind oft in umfassenden Literaturwerken beschrieben, was viel Zeit für das Lesen beansprucht.

    • Es existiert kaum Literatur die Design-Prozesse vollumfänglich (Prozess-Modelle, UX-Methoden, Hilfestellung in der Umsetzung, Interdisziplinäre Zusammenarbeit etc.) betrachten. Daher ist das Konsultieren verschiedener Quellen relevant.

    • Literaturwerke umfassen mehr eine theoretische statt praktische Wissensvermittlung.

    • Literaturwerke sind statisch und ermöglichen nur in reduziertem Umfang selektive Zugriffe auf Inhalte. Schnelle Informationsbeschaffung zu spezifischen Themen ist daher schwierig.

    Ziele und Vision

    Aus den Erkenntnissen der Literaturrecherche leitete sich das Ziel ab, den Prozess nach ISO 9241-210 in eine holistische Vorgehensweise (inklusive (Prozess-Modelle, UX-Methoden, Hilfestellung in der Umsetzung, Interdisziplinäre Zusammenarbeit etc.) zu überführen. Daraus resultierte die Vision, dass die Anwender schliesslich innerhalb eines Web-Interfaces einen gesamten Design-Prozess durchlaufen können, ohne gross auf andere Ressourcen zurückgreifen zu müssen. Der neue Prozess soll somit einzelne Prozess-Schritte, mögliche Methoden mit Hilfestellung in der Umsetzung sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Software-Entwicklern definieren.

    Zielgruppe

    Holistic-Design umfasst diverse Zielgruppen:

    • Angestelte im UX-Bereich: Der Prozess ist unter anderem für die direkte Anwendung in der Praxis angedacht. Ein bedeutender Vorteil dieses Prozesses ist, dass sowohl Prozessschritte, Aktivitäten als auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit innerhalb einer Vorgehensweise und zentral beschrieben sind. Das Konsultieren diverser Quellen ist nicht mehr relevant.

    • Studierende im UX-Bereich: In diversen Modulen beziehungsweise Studiengängen der Hochschule Luzern werden Module im Bereich UX unterrichtet. Die vorliegende Webseite beziehungsweise der Holistic Design-Prozess soll den Studierenden durch die holistische Betrachtungsweise eine zusammengefasste Übersicht über den UX-Bereich sowie den darin enthaltenen Methoden und Vorgehensweisen geben. Der Prozess stellt somit eine Ergänzung zu den vermittelten Inputs aus den Vorlesungen dar.

    • Software-Entwickler: In der Praxis arbeiten Software-Entwickler und Designer nahe zusammen. Oftmals übernehmen sogar Software-Entwickler designspezifische Aufgaben. Eine kurze und informative Beschreibung der interdisziplinären Zusammenarbeit, eine Auflistung konkreter Methoden mit jeweiligen Vor- und Nachteilen sowie Hilfestellungen in der Umsetzung sollen somit auch die Software-Entwickler unterstützen.

    Mitwirkende

    Der Prozess wure im Rahmen der Bachelor-Thesis von Nico Iseli entwickelt. Als Betreuungsperson dieser Arbeit fungierte Dr. Marcel Uhr. Die Vorgehensweise liegt nun im Besitz der Forschungsgruppe Immersive Realities und User Experience der Hochschule Luzern am Departement Informatik und wird durch sie gepflegt.